Vom Mops und der Moderne

News aus dem Programm | Februar 2020

designerpoint / pixabay.com
Was macht der Mops in der Moderne?

Von Weimar ...

Falls Sie in Weimar sind und es eilig haben, legen wir Ihnen die Führung „Moderne im Paket“ ans Herz. 150 Jahre Geschichte, zwei Museen und 90 Minuten Zeit! Der Rundgang bringt Sie zu den Highlights des Neuen Museums und des Bauhaus-Museums Weimar – wöchentlich am Wochenende und noch bis zum 11. Oktober. 

Wenn Sie nach dem Rundgang durch Weimar Ihr Abendprogramm starten wollen, können Sie sich Karten für „Ottos Mops hopst …“ besorgen. Eva-Maria Ortmann und Rainer Hauer haben diese Hommage an die radikalen Sprachartisten zu Zeiten von Dada und Bauhaus bis hin zu Ernst Jandl konzipiert und auf die Bühne des Theaters im Gewölbe gebracht. Eine Fundgrube von Sprachschätzen, bis zum Rand gefüllt mit Lust am höheren Unsinn.    

Bauhaus Museum Weimar

Klassik Stiftung Weimar / Foto: Thomas Müller
Das Bauhaus-Museum Weimar am Abend

... und Halle ...

Mit Halle verbindet Lyonel Feininger eine ganz besondere Geschichte: Von 1929 bis 1931 hatte der Bauhaus-Meister ein Atelier im Torturm der Halleschen Moritzburg. Im Turm entstand sein 11-teiliger Halle-Zyklus. Drei der Gemälde können Sie in der Dauerausstellung des Kunstmuseums Moritzburg Halle sehen.

Wenn Sie schon mal da sind, sollten Sie sich auf jeden Fall Kopfhörer aufsetzen. Mit dem Feininger Audiowalk können sie auf individuelle Tour durch die Stadt gehen. Der Weg führt Sie durch die attraktive Altstadtroute und ermöglicht Ihnen die historischen Perspektiven der elf Feininger-Gemälde in der heutigen Stadt einzunehmen. Wenn Sie dazu noch die Feininger-App auf Ihrem Smartphone installieren, wird aus dem akustischen ein multimediales Erlebnis. Ihr Startpunkt ist die Touristeninformation am Markt, die den Audiowalk noch bis zum 21. Dezember für Sie bereithält.

... über Kommern ...

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in vielen Kirchengemeinden Deutschlands sogenannte Notkirchen, in Eigenleistung und mit einer Mischung aus Trümmermaterial und vorfabrizierten Elementen gebaut. Initiator des Projekts war Otto Bartning, der sich als Protagonist der Moderne in der Weimarer Republik eng mit Walter Gropius und den am Bauhaus vorangetriebenen Leitideen auseinandersetzte. Im LVR-Freilichtmuseum Kommern können Sie eine Diasporakapelle besuchen, die aus Overath dorthin transloziert wurde. Bis zum 25. Oktober 2020 informiert zusätzlich die Ausstellung „Bartning. Bartning. Bartning.“ über das Notkirchenprojekt und seinen Namensgeber. 

Dessau

Bauhaus-Archiv Berlin
Porträt Otto Bartning / Foto: unbekannt, um 1923.

... und Leipzig ...

Das Institut Français präsentiert mit der Wanderausstellung „26 × Bauhaus“ eine Auswahl internationaler Künstler*innen, die 26 Schlüsselwörter nutzen, um sich mit dem Bauhaus auseinanderzusetzen. Von Abstraktion bis Zeitgeist. Ergänzt wird die Ausstellung durch bislang unveröffentlichte Zeugnisse und Archivfunde zu ehemaligen französischen Bauhaus-Student*innen. Die letzte Station dieser Tour ist Leipzig, wo „26 × Bauhaus“ Ende April Finissage feiern wird. 

... bis nach Dessau ...

Theoretisch können Sie sich mit dem Besuch der Ausstellung „Material und Architektur“ im Dessauer Bauhausgebäude noch bis zum 31. Dezember 2030 Zeit lassen – sollten Sie aber nicht. Denn die Ausstellung ist zu spannend, um den Besuch zu verschieben. Sie öffnet den Blick in eine weltweit einzigartige Sammlung von originalen Zeugnissen, die noch weithin unbekannt ist. „Material und Architektur“ zeigt einen Ausschnitt aus dem Bauhausforschungsarchiv. Die dort arbeitenden Wissenschaftler*innen sammeln und erforschen jedes noch so kleine Teil vom Original-Bauhaus, das sie weltweit finden: Von Türklinken über Badewannen zu Farbproben oder Betonstücken. Anhand von Bauteilen und Baumaterialien, Plänen und Zeitzeugenberichten treffen sie Aussagen zum Zusammenspiel von Material und Architektur der Moderne.

... und Berlin!

Auch in der Hauptstadt bleibt das Bauhaus natürlich weiter erfahrbar – und das mit allen Sinnen. Entweder, weil Sie den meteorologischen Frühjahrsbeginn dazu nutzen, um beim Spaziergang am Landwehrkanal einen Blick auf die Baustelle des neuen Bauhaus-Museums zu werfen. Oder aber, weil Sie der Einladung ins temporary bauhaus-archiv / museum für gestaltung folgen wollen, wo man sich jeden Samstag von 11 bis 14 Uhr zum Gestalten, Basteln und Entdecken in der bauhaus_werkstatt trifft. Wer sich hingegen für fertige Meisterwerke interessiert, dem seien die geführten bauhaus_touren durch Berlin zu wechselnden Themen ans Herz gelegt: so an verschiedenen Samstagen ab dem 28. März zur „Nationalen Baukultur der DDR“ oder zur „Wohnkultur der 20er Jahre“, erstmalig am Sonntag, den 19. April.

    [TF 2020]

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