Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung

Foto: Karsten Hintz / © 2020 VG Bild-Kunst, Bonn
Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin, Architekten: Walter Gropius, Alex Cvijanovic und Hans Bandel

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Die umfangreiche Sammlung des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung geht zurück auf die Initiative des deutschen Kunsthistorikers Hans Maria Wingler, der ab 1960 das materielle Erbe des Bauhauses aus aller Welt zusammentrug. Heute umfasst die Sammlung Werke aus allen Schaffensbereichen der Bauhäusler – darunter eine 14.000 Pläne umfassende Architektursammlung, eine grafische Sammlung von 12.000 Blatt, ein Fotoarchiv mit 72.000 Aufnahmen sowie Objekte und Möbel aus sämtlichen Entwicklungsphasen des Bauhauses. Zu den Kernbeständen zählt der Teilnachlass des Bauhaus-Direktors Walter Gropius, der Manuskripte, Briefe, Fotos und Pläne seiner Werke beinhaltet. Gropius und sein US-amerikanisches Architekturbüro TAC zeichnen ferner als Architekten für das 1979 fertiggestellte Gebäude des Bauhaus-Archivs verantwortlich, das seit 1997 unter Denkmalschutz steht.

Kontakt

the temporary bauhaus-archiv / museum für gestaltung

Knesebeckstraße 1-2
10623 Berlin

U2 Ernst-Reuter-Platz
Standort über Google Maps

Öffnungszeiten
Montag – Samstag, 10–18 Uhr
Eintritt frei

Tel. +49 (0) 30-254002-0
bauhaus@bauhaus.de

www.bauhaus.de

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Von Beginn an war das Bauhaus-Archiv ein Ort der aktiven Wissensproduktion – sei es in der Erforschung der Geschichte und Wirkung des Bauhauses oder der Präsentation und Vermittlung in Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen. Das Programm des Hauses verfolgt gleichermaßen aktuelle Themen und Fragen zum zeitgenössischen Design und dem Fortwirken der Bauhaus-Ideen. Seine museumspädagogischen Formate für alle Altersgruppen sind vielfach ausgezeichnet worden. Mit jährlich bis zu 120.000 Besuchern aus aller Welt sind die räumlichen Kapazitätsgrenzen des Hauses schon lange stark ausgereizt gewesen. Um den steigenden Besucherzahlen und der stetig wachsenden Sammlung gerecht zu werden, entsteht zur Zeit ein Erweiterungsbau nach Entwurf von Staab Architekten Berlin. Das Bestandsgebäude von Walter Gropius wird denkmalgerecht saniert und soll künftig Archiv und Bibliothek umfassen, während sich im Neubau das Museum befindet. Ein gläserner Turm markiert den Eingang in das neue Bauhaus-Archiv und dient museumspädagogischen Zwecken. Die Eröffnung ist voraussichtlich im Jahr 2023.
Momentan ist das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung geschlossen. Während der Zeit der Bauarbeiten übernimmt das temporary bauhaus-archiv in Berlin-Charlottenburg die Funktion eines Experimentierfeldes mit neuen Präsentationsformen, Veranstaltungen und aktuellen Inhalten. Hier befindet sich auch der bauhaus-shop mit Designobjekten vom Bauhaus bis heute.

 


Bauhaus Museum Dessau

Stiftung Bauhaus Dessau / Foto: Hartmut Boesener
Bauhaus Museum Dessau

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In dem neuen Museum gibt es erstmals geeignete Räumlichkeiten für eine umfassende öffentliche Präsentation. Die Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau umfasst rund 49.000 katalogisierte Exponate und ist die zweitgrößte Sammlung zum Thema Bauhaus weltweit. Das neue Museum mit einer Ausstellungsfläche von 2.100 Quadratmetern hat insgesamt eine Nutzfläche von 3.500 Quadratmetern.

145 000 Mark für 148 Arbeiten von Bauhäusler*innen stellte die "Galerie am Sachsenplatz" in Leipzig der Stadt Dessau am 1.11.1976 in Rechnung. Von Keramik bis Möbel, es war eine bunte Mischung. Ausgestellt wurden die Objekte erstmals im Bauhausgebäude, das am 4.12.1976 zum 50. Jahrestag des Bauhauses als Wissenschaftlich Kulturelles Zentrum in der DDR wiedereröffnet wurde. Der Ankauf bildete das Fundament der heute über 49.000 Objekte zählenden Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau. Zum 100. Gründungsjubiläum des Bauhauses empfängt dieses erste Konvolut die Besucher*innen des Bauhaus Museums Dessau.

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Die Ausstellung im Bauhaus Museum Dessau trägt den Titel Versuchsstätte Bauhaus. Die Sammlung. Sie erzählt mit über 1000 Exponaten die Geschichte der berühmten Schule in Dessau. Sie beschreibt das Bauhaus als einen lebendigen Ort, an dem gelernt und gelehrt, künstlerisch experimentiert sowie an industriellen Prototypen gearbeitet wurde.

Mit rund 49.000 Objekten ist die Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau die zweitgrößte und gleichzeitig eine der jüngsten Sammlungen zum Bauhaus weltweit: Der erste Ankauf wurde 1976 in der damaligen DDR getätigt, im Zuge der Wiedereröffnung des Bauhaus Dessau als Wissenschaftlich-Kulturelles Zentrum. Seither ist sie stetig gewachsen. Vor allem Schülerarbeiten, Aufzeichnungen aus dem Unterricht, Entwürfe und Prototypen aus den Werkstätten prägen ihr Profil.

Stiftung Bauhaus Dessau / Foto: Thomas Meyer/OSTKREUZ, 2019
Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Rundgang durchs Museum

Kontakt

Bauhaus Museum Dessau

Mies-van-der-Rohe-Platz 1
(an der Kavalierstraße)
06844 Dessau-Roßlau

Di – So geöffnet
10 – 18 Uhr

T +49 (0)340 – 6508250
E service@bauhaus-dessau.de

www.bauhaus-dessau.de

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Deshalb stehen in der Ausstellung Versuchsstätte Bauhaus nicht die bekannten Designikonen und deren Meister im Vordergrund, sondern die Schule und ihre Studierenden: der Alltag des Lernens und der Lehre zwischen freiem Entwurf und industriellem Prototyp, künstlerischem Experiment und wirtschaftlichem Druck, Ausbildungsstätte und Emanzipationsraum. Die thematischen Kapitel konzentrieren sich auf das Lehrkonzept und die Unterrichtsarbeit, auf das Bauhaus als vielseitigen „Probierplatz“, als Kooperationspartner für die Industrie und als umtriebigen Kommunikator.

Die Ausstellung führt die uns heute so vertrauten Gestaltungsideen des Bauhauses auf die historischen Umstände zurück, und lässt auch die Krisen und Zwänge nicht aus, unter denen die epochemachende Schule um ihre Existenz rang. In einem Klima politischer Veränderung und kultureller Verunsicherung stellte die weltweit vernetzte Bauhausgemeinschaft die Konventionen der Lehre, des Zusammenlebens und der Geschlechterbeziehungen infrage. In Dessau stieß die Schule ebenfalls nicht nur auf Unterstützung, sondern auch auf Kritik. Versuchsstätte Bauhaus zeigt das konfliktreiche Ringen darum, Kunst und Gestaltung gesellschaftliche Relevanz zu verschaffen.

Das Berliner Büro chezweitz entwickelte für die von Regina Bittner, Dorothée Brill und Wolfgang Thöner kuratierte Ausstellung Versuchsstätte Bauhaus. Die Sammlung in der Black Box des Bauhaus Museums Dessau eine Szenografie wechselnder Modi des Zeigens. Sie macht die Vielschichtigkeit der Schule Bauhaus räumlich erlebbar.


Bauhaus Museum Weimar

Klassik Stiftung Weimar / CLAUS BACH® PHOTOGRAPHY

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Seit 2010 wird die Bauhaus-Sammlung der Klassik Stiftung Weimar zudem um die berühmte Design-Sammlung Ludewig erweitert, für die der Berliner Sammler Manfred Ludewig seit den 1960er-Jahren mehr als 2.800 Objekte aus ganz Europa zusammengetragen hat. Seine Sammlung gibt einen einzigartigen Überblick über 200 Jahre Design-Geschichte und setzt damit das Bauhaus in einen größeren kultur- und designgeschichtlichen Zusammenhang ab Ende des 18. Jahrhunderts. Arbeiten u.a. der Wiener Werkstätten sind hier vertreten, der niederländischen Gruppe „De Stijl“, Möbel-Kollektionen der Firma Thonet, ein Konvolut mit Erzeugnissen der Firma Braun oder umfangreiche Sammlungen zum Werk einzelner Gestalter wie Wilhelm Wagenfeld.

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Im Mittelpunkt der Ausstellung „Das Bauhaus kommt aus Weimar“ stehen die zentralen Fragestellungen, Ideen und Gestaltungsvorschläge des Bauhauses und dessen Bedeutung für unsere Gegenwart. Das Bauhaus war ein Experimentierfeld auf den Gebieten der freien und angewandten Kunst, des Designs, der Architektur und Pädagogik. Geleitet von der Frage „Wie wollen wir zusammenleben?“ wird die Ausstellung auf viele Überlegungen Bezug nehmen, die heute wie zur Zeit des Bauhauses für die Menschen relevant sind.

CLAUS BACH ® PHOTOGRAPHY
Blick in die Ausstellung Bereich „Neuer Alltag“ mit Kinderzimmer

Kontakt

Stéphane-Hessel-Platz 1
99423 Weimar
Deutschland
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Allgemeine Öffnungszeiten
Mi - Mo 09.30 - 18.00
Di geschlossen

Telefon +49 3643 545 400
ticketshop@klassik-stiftung.de
info@klassik-stiftung.de

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Die Präsentation schöpft aus einem einzigartigen Fundus: der weltweit ältesten musealen Sammlung der Werkstattarbeiten des Bauhauses, die Walter Gropius schon in den 1920er Jahren anlegte und die inzwischen auf 13.000 Objekte angewachsen ist. Dazu zählen die berühmte Tischlampe von Wilhelm Wagenfeld und Carl Jakob Jucker, die Teekanne von Marianne Brandt, der Lattenstuhl von Marcel Breuer, Möbel von Ludwig Mies van der Rohe ebenso wie die Arbeiten von Paul Klee, László Moholy-Nagy und Lyonel Feininger. Neben erstmals ausgestellten Zeitdokumenten ermöglichen sie einen einzigartigen Überblick über die Entwicklung der einflussreichen Design- und Kunstschule.

Das Bauhaus-Museum Weimar unternimmt eine Neudeutung der Geschichte des Bauhauses: Es wird zeigen, dass das Bauhaus Anfang des 20. Jahrhunderts entscheidende Prozesse für Veränderungen im Hinblick auf eine neue Gesellschaft, neues Zusammenleben und – damit verbunden – auch auf neue Technologien, Materialuntersuchungen und vieles mehr initiiert hat.

Bauhaus-Museum Weimar und Museum Neues Weimar sind Teil des Quartiers Weimarer Moderne

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